Eine Weile nichts tun, nur absichtslos da sein,
heißt wach werden für die Sättigung Gottes.
Johannes vom Kreuz (1542-1592)

Exerzitienhaus
Carmel Springiersbach

Ein vielfältiges Programm des Exerzitienhauses, ein einladendes Kloster und die ruhige Umgebung des Kondelwaldes warten auf Sie. Wir bieten Ihnen die ideale Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen, sowie zu sich selbst und (vielleicht auch) zu Gott zu finden.
Es besteht außerdem die Möglichkeit, das Exerzitienhaus für eigene Veranstaltungen zu buchen.

Online-Spenden

Wir benötigen Ihre Hilfe und Unterstützung:

Unsere Wunschliste

Angebote

Exerzitienhaus Carmel Springiersbach
aktuelles Kursprogramm

Seelsorge und geistliche Begleitung
Weitere Infos und Kontakte

Klosterläden
Adressen und Sortiment

Kontakt

Deutsche Provinz der Karmeliten
Karmelitenplatz 1
96049 Bamberg

Tel. 0 951 / 50 98 66 - 0
Fax 0 951 / 50 98 66 - 29
[javascript protected email address]

Weitere Kontaktadressen
Provinzleitung
Noviziat
Impressum
Missbrauchsbeauftragte


© 2012-2014 Deutsche Provinz der Karmeliten – Konzeption und CMS: Weitblick Internetwerkstatt – Design: Ari Gröbke
  • Johannes vom Kreuz

    Johannes vom Kreuz (1542-1591) ist einer der großen Meister karmelitanischer Spiritualität.

    In seinen Werken beschreibt er den Prozess der Einswerdung mit Gott als einen Weg des Loslassens, der durch die dunkle Nacht unserer Zweifel und Ängste, unserer Selbstbehauptung und Egozentrik hindurch zur göttlichen Liebe führt – sie ist Sinn, Ziel und Erfüllung unserer menschlichen Sehnsucht.

    Die dunkle Nacht

    In einer dunklen Nacht
    von Sehnsucht getrieben, in Brand gesteckt von Liebe,
    - o glückliche Fügung! -
    entfloh ich, ohne bemerkt zu werden,
    als schon das Haus um mich in Stille lag,

    im Dunkeln, sichren Fußes
    über die geheime Leiter, tief ins Gewand gemummt,
    - o glückliche Fügung! -
    im Dunkeln und wachsam angespannt,
    als schon das Haus um mich in Stille lag,

    in jener glückseligen Nacht,
    heimlich, daß mich niemand sah
    - auch ich selbst nahm nichts wahr -,
    ohn’ andres Licht, den Weg zu leuchten,
    als das nur, das im Herzen brannte;

    das führte mich
    sichrer als das Licht der Tagesmitte
    dorthin, wo mich erwartete,
    um den so tief ich weiß,
    dorthin, wo niemand uns belauerte.

    O Nacht, die du den Weg geleuchtet!
    O Nacht, liebenswerter als das Morgendämmern!
    O Nacht, die du zusammenbrachtest
    den Geliebten und die geliebte
    in den Geliebten umgestaltete Geliebte!

    An meiner Brust, aufgeblüht zu neuem Leben,
    die nur für ihn sich aufbewahrte,
    da ruht’ er schlafend,
    und ich liebkoste ihn,
    und Zedern fächelten ihm Wind.

    Der Wind von den Zinnen her
    - als zärtlich er sein Haar durchwehte -
    mit seiner sanften Hand
    streifte meinen Hals,
    und alle meine Sinne schwanden.

    Ich blieb und ich vergaß mich,
    das Antlitz neigt’ ich über den Geliebten,
    alles um mich verlosch, ich ließ mich los,
    ließ los meine Sorgen,
    zwischen den Lilien war es vergessen.

    ( Johannes vom Kreuz)

    Übersetzung: Reinhard Körner