Gott ist uns so nah. Alles, was da ist,
hat sein Dasein durch sein Wirken
und in seiner Gegenwart.
Titus Brandsma (1881-1942)

Expositio: Auslegung der Karmelregel


Johannes Soreth O.Carm.:
Expositio paraenetica in Regulam Carmelitarum
Ein Kommentar zur Karmelregel.
Übersetzt und erläutert von Leo Groothuis O.Carm.
(Schriften des Forschungsinstituts der Deutschen Provinz der Karmeliten 1)
Münster: Aschendorff Verlag 2018
XI und 199 Seiten (ISBN 978-3-402-12135-1)
Preis 29,90 Euro

Mit der Übersetzung der „Expositio paraenetica in Regulam Carmelitarum“, einem Schlüsseltext zur Spiritualität des Karmel, wird die Reihe der „Schriften des Forschungsinstituts der Deutschen Provinz der Karmeliten“ eröffnet. Ziel dieser Schriftenreihe ist es, Texte aus der karmelitanischen Tradition, Spiritualität und Geschichte in deutscher Sprache zugänglich zu machen. Der Kommentar zur Karmelregel, den der Generalprior Johannes Soreth in der Mitte des 15. Jahrhunderts verfasste, entstand im Kontext der spätmittelalterlichen Ordensreform. Mit seiner tief in der monastischen Tradition des Mittelalters verankerten Auslegung der Karmelregel zielt er darauf ab, dem kontemplativen Leben in seinem Orden wieder mehr Raum und Bedeutung zu geben. Der Ruf nach einer „Rückkehr zum Geist des Ursprungs“ ist das Leitmotiv der Expositio paraenetica. Soreths Werk hat die Identität des Karmelitenordens in den Reformen des 15. und 17. Jahrhunderts entscheidend geprägt und wurde in der Frühen Neuzeit vor allem von den Protagonisten der Tourainer Reform weitergeführt. Johannes Soreth hat eine neue Kategorie und ein wirksames Instrument für seine Reformtätigkeit im spätmittelalterlichen Ordensleben geschaffen, deren Wirkung für die zeitgemäße Erneuerung des Ordenslebens.


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  • Schönheit

    Dieser Film-Ausschnitt aus „American Beauty“ bietet einen etwas ungewöhnlichen Zugang zu dem, wo Spiritualität und Kontemplation ansetzen:
    Einübung in eine wache und aufmerksame Wahrnehmung dessen, was jeweils geschieht, um in die tiefere Dimension jeder Begegnung und jedes Ereignisses durchzudringen bis hinein in ihren göttlichen Grund.